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Mineralölimporte: Berlin umgeht Russlandsanktionen durch Handel mit Indien

Mineralölimporte: Berlin umgeht Russlandsanktionen durch Handel mit Indien

Quelle: Gettyimages.ru © Peter Titmuss/Education Images/Universal Images Group via Getty ImagesSymbolbild

Nachdem die EU Anfang Dezember fast alle Rohöleinfuhren aus Moskau verboten hatte, importiert Deutschland weiterhin große Mengen an Mineralölprodukten aus Russland, indem es sich an Indien als Ersatzlieferant wendet. Dies geht aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor.

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Nach einem Bericht des Statistischen Bundesamts vom Dienstag stiegen die Importe von Mineralölerzeugnissen aus Indien nach Deutschland von nur 37 Millionen Euro in den ersten sieben Monaten des Jahres 2022 um das Zwölffache auf ein Volumen von 451 Millionen Euro von Januar bis Juli 2023.

Bei den Einfuhren aus Indien handelt es sich “hauptsächlich um Gasöle, die zur Herstellung von Diesel oder Heizöl verwendet werden”, heißt es in dem Bericht. Man betont, dass Indien große Mengen Rohöl aus Russland einführt und dass Rohöl der Grundstoff für die Herstellung von Gasölen ist.

Deutschland, das zuvor der größte EU-Käufer von Öl aus Russland war, stoppte am 1. Januar die Einfuhren über Pipelines.

Offizielle Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass Berlin seine Einfuhren von russischem Rohöl im Zuge der Sanktionen fast vollständig eingestellt hatte. In der Statistik ist somit kein Rohöl russischer Herkunft enthalten, das indirekt von globalen Händlern über Schiff-zu-Schiff-Transfers erworben wurde. Der Spiegel berichtet unter Berufung auf Daten, dass einige Mengen des von Indien importierten Öls aus Russland später in der ein oder anderen Form in Deutschland landen.

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