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Russische Wissenschaftler warnen vor starken Sonneneruptionen

Russische Wissenschaftler warnen vor starken Sonneneruptionen

Quelle: www.globallookpress.com © Global Look Press/Keystone Press AgencySymbolbild: Eine mittelstarke Sonneneruption auf der Sonne am 31. März 2022

Am Sonntag hat es drei mittelstarke messbare Eruptionen auf der Sonne gegeben, von denen eine sogar zur Störungen der Funkwellenübertragung auf der Erde geführt hat. Dies berichtete das russische Institut für angewandte Geophysik, benannt nach dem Akademiker und Geophysiker Jewgeni Fjodorow. RIA Nowosti zitiert eine Meldung:

“Um 11:26 Uhr Moskauer Zeit wurde im Röntgenband in der Gruppe der Flecken 3372 (N21E30) eine Eruption [der Stärke] M1,1 mit einer Dauer von 14 Minuten registriert. Der Ausbruch wurde von einer Störung im Kurzwellenrundfunk begleitet.”

Um 18:08 und 20:46 Uhr Moskauer Zeit gab es zwei weitere Eruptionen der Stärke M1,8 bzw. M4,0 (4µW/m²). Je nach Intensität der Röntgenstrahlung, gemessen in Mikro-Watt pro Quadratmeter (µW/m²), werden Sonneneruptionen in folgende sogenannte Flare-Klassen nach Zehnerpotenzen der Intensität eingeteilt: X – die stärksten Eruptionen (>100 µW/m²), M – mittelstarke, C – schwache, B und A – kaum wahrnehmbare Intensitäten (<0,1µW/m²).

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Laut der Weltraumwettervorhersage für den 17. und 18. Juli sind Eruptionen der Klasse X, einschließlich Protoneneruptionen, möglich. Eruptionen der X-Klasse sind die größten Explosionen im Sonnensystem. Es wird dabei ebenfalls eine Verschlechterung der Ausbreitungsbedingungen für Funkwellen in der Erdatmosphäre  erwartet.

Eruptionen auf der Sonne können auf der Erde geomagnetische Stürme verursachen, die wiederum zu Störungen in den Elektroenergienetzen führen und Vögel und andere Tiere auf ihren Wanderrouten beeinträchtigen. Infolgedessen verursachen starke Sonnenstürme Störungen in der Kurzwellenkommunikation sowie in Navigationssystemen und Spannungsschwankungen oder Blackouts in Elektroenergienetzen, auch für die Industrie.

Im Jahr 2022 hatte der geomagnetische Sturm, der durch eine starke Eruption der Sonne ausgelöst worden war, 40 damals gerade gestartete SpaceX-Satelliten zerstört. Dies sei der größte gleichzeitige Verlust von Satelliten infolge eines einzigen geomagnetischen Ereignisses, kommentierte damals der britische Astrophysiker Jonathan McDowell vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge/Massachusetts. Die größte von Menschen jemals beobachtete Sonneneruption war das Carrington-Ereignis 1859, allerdings von bis heute unbekannter Intensität. So große Eruptionen treten im Durchschnitt ungefähr alle 500 Jahre auf. Die größte bisher gemessene Sonneneruption ereignete sich erst am 4. November 2003 mit einer Klassifizierung von X45, was also 4.500 µW/m² Röntgenstrahlungsintensität entspricht.

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