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Buhrufe bei Konzert in Georgien: The Killers holen Schlagzeuger aus Russland auf die Bühne

Buhrufe bei Konzert in Georgien: The Killers holen Schlagzeuger aus Russland auf die Bühne

Quelle: Gettyimages.ru © Jim Dyson – The FAArchivbild: “The Killers” am 22. Juni 2013 in London, England

Die US-Rockband The Killers trat am Dienstag in der georgischen Stadt Batumi auf. Während des Konzerts holte Frontsänger Brandon Flowers einen Fan auf die Bühne, der ein Schild mit der Aufschrift “If Destiny is kind, I’ll be your drummer tonight” (“Wenn das Schicksal es will, werde ich heute Abend euer Schlagzeuger sein”) in der Hand hielt. The Killers haben schon länger die Tradition, Menschen aus dem Publikum einzuladen und mit ihnen gemeinsam zu spielen.

Flowers fragte den Mann, woher er komme. Der Mann sagte, er sei ein Schlagzeuger aus Russland. Die Antwort sorgte bei einem Teil der Zuschauer für Unmut. Danach fragte Flowers das Publikum, ob sie etwas gegen den Auftritt eines Musikers aus Russland hätten. Einige Zuschauer reagierten mit Buhrufen. Sie zeigten obszöne Gesten und riefen antirussische Parolen. Einige Besucher sollen laut Medienberichten das Stadion verlassen haben.

Doch der Sänger ließ den Russen auf der Bühne und erlaubte ihm, ein Lied mit den Künstlern aufzuführen. Er betonte, dass ihn persönlich nichts daran hindere, mit einem Mann aus Russland zu spielen. Flowers versuchte, die Fans zu beruhigen und betonte, dass alle Fans von The Killers “Brüder und Schwestern” seien.

“Ist er nicht euer Bruder?”, frage er ins Publikum. “Sind wir alle durch die Grenzen unserer Länder getrennt? Bin ich nicht euer Bruder, da ich aus Amerika komme?”

Die meisten Fans blieben im Saal und das Konzert ging weiter. Die Musiker spielten sogar zweimal Zugaben, berichteten georgische Medien. 

Nach dem Konzert wandte sich die Band über die sozialen Netzwerke an ihr georgisches Publikum. “Wir hatten nie vor, jemanden zu beleidigen”, betonte sie. Die Musiker hätten erkannt, dass ein Kommentar, wonach alle Fans von The Killers “Brüder und Schwestern” seien, falsch interpretiert werden könnte. “Wir wollten niemanden verärgern und entschuldigen uns”, erklärten sie. 

Die international erfolgreiche Band hat seit ihrer Gründung in der Stadt Las Vegas in den 2000er-Jahren Millionen von Alben verkauft, wobei viele Songs die Charts eroberten.

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