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Medien: Ultrarechter Söldner kehrt nach knapp einer Woche im Ukraine-Krieg nach Spanien zurück

Medien: Ultrarechter Söldner kehrt nach knapp einer Woche im Ukraine-Krieg nach Spanien zurück

Quelle: AFP © SERGEI SUPINSKYAuf dem Symbolbild: Ein Freiwilliger in Kiew, 7. März 2022.

Die katalanische Online-Zeitung Crónica Global hat am Dienstag unter Berufung auf Polizeiquellen von einem freiwilligen Kämpfer berichtet, der nach knapp einer Woche Kampfeinsatz in der Ukraine nach Spanien zurückgekehrt sein soll. Laut dem Bericht erfolgte die Rückholaktion mit Hilfe der katalanischen Ultrarechten.

Der als P.S. identifizierte Mann war mit weiteren Freiwilligen aus Katalonien dem Ruf des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij gefolgt und hatte sich der Ende Februar von der ukrainischen Regierung gegründeten Internationalen Legion der Territorialverteidigung der Ukraine angeschlossen. Das Blatt zitierte Polizeiquellen mit den Worten:

“Einige freiwillige Kämpfer aus Spanien wie P.S. schrieben sich in Madrid ein, fuhren in einem Kleintransporter los, passierten die polnische Grenze und ließen sich anwerben. Sie wurden von der ukrainischen Seite angewiesen, Schitomir zu verteidigen.”

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In der rund 160 Kilometer von Kiew entfernten Großstadt erlebte P.S. demnach russische Bombardements und wurde mit schweren Bedingungen konfrontiert. Den Polizeiquellen zufolge könnten sich die ukrainischen Milizen, darunter auch die internationalen, keine Atempause gönnen. Sie könnten nicht einmal schlafen. Hinzu kämen noch fragwürdige Verträge, fehlende Vorbereitung und mangelnde Ausrüstung:

“Außerhalb der Ukraine hatte man ihnen versichert, man würde ihnen 3.000 Euro pro Monat fürs Kämpfen zahlen. Tatsächlich waren es 300 Euro. Man hatte ihnen Ausrüstung und Munition versprochen. Ausgehändigt wurden nur Maschinengewehre und ein paar andere Dinge.”

Angesichts solcher Umstände aktivierte die katalanische Ultrarechte einen Plan, um P.S. nach Hause zurückzuholen. Der freiwillige Kämpfer kehrte neulich über die französische Grenze nach Barcelona zurück.

Nach Angaben der Crónica Global droht dem Mann zunächst keine strafrechtliche Verfolgung in Spanien, da die ukrainische Regierung offiziell ein Gesetz über die Anwerbung von Ausländern erlassen hat. Dies unterscheidet den Fall P.S. von dem Fall anderer spanischer Bürger, die die Polizei im Jahr 2015 wegen der Beteiligung am Donbass-Konflikt auf der Seite der prorussischen Milizen festgenommen hat.

Zuvor hatte ein britischer Söldner nach neun Stunden Aufenthalt in der Ukraine das Land wieder verlassen. Der als Jake Priday identifizierte Mann war mit den Vertragsbestimmungen nicht einverstanden. Demnach sollte er 230 US-Dollar Sold pro Monat erhalten und bis zum Ende des Konflikts kämpfen. Darüber hinaus sollte er nach kurzem Training an die vorderste Linie geschickt werden.

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