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Medienbericht: Mikrochip-Hersteller kehren trotz US-Subventionen nicht in die USA zurück

Medienbericht: Mikrochip-Hersteller kehren trotz US-Subventionen nicht in die USA zurück

Quelle: www.globallookpress.com © Christian Charisius / dpa(Symbolbild)

Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen den USA und China macht sich die US-Regierung immer mehr Sorgen um die Sicherheit in der IT-Branche. Um die Entwicklung des Reichs der Mitte im Militärbereich zu hemmen, schränken die USA den Export von Erzeugnissen für Superrechner ein. Washington fordert darüber hinaus seine Verbündeten auf, den Transfer von Spitzentechnologien an Peking zu stoppen. Gleichzeitig subventioniert die US-Regierung die Errichtung von Mikrochip-Fabriken im Inland.      

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Nach einem Bericht des Online-Portals Asia Times eilen allerdings die Mikrochip-Hersteller bislang nicht, ihre Produktionsorte in die USA zu verlegen. In manchen Fällen sei dies sogar wirtschaftlich und kommerziell nicht sinnvoll. Die US-Politik habe inzwischen andere technologisch entwickelte Länder dazu veranlasst, ihre Spitzentechnologien zu Hause zu fördern, schreibt die Zeitung. Unter solchen Ländern werden Taiwan, Südkorea, Japan und EU-Staaten genannt.

Das Online-Blatt belegt diese Entwicklung mit Statistiken von branchenführenden Unternehmen. So errichtet der südkoreanische Riese Samsung eine Halbleiter-Produktionsstätte im US-Bundesstaat Texas. Laut Berichten sollen aber die Kosten des Projektes infolge der Inflation um 50 Prozent gestiegen sein.

Obwohl der US-Hersteller Intel von der US-Regierung subventioniert wird, hat er vor, mehr Geld in die Produktionsstätten außerhalb der USA zu investieren. Während für seine neuen Fabriken in den US-Bundesstaaten Arizona und Ohio insgesamt mehr als 22 Milliarden US-Dollar vorgesehen sind, investiert Intel in seine Verarbeitungsanlagen für Wafer in Deutschland und Polen knapp 33 Milliarden beziehungsweise 4,6 Milliarden US-Dollar. Weitere 25 Milliarden US-Dollar investiert der US-Produzent in Israel.

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Zwar errichtet momentan auch der umsatzstärkste Halbleiter-Hersteller Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) Fabriken im US-Bundesstaat Arizona. Nichtsdestoweniger baut er zusammen mit den Unternehmen Sony und Denso Produktionslinien in Japan auf. Auch einige europäische Länder, darunter Deutschland, versuchen, sich für TSMC interessant zu machen.

Seit Oktober 2022 ist eine Anordnung des US-Handelsministeriums in Kraft, die die Lieferung von Halbleitern und anderen Erzeugnissen für Superrechner an 31 chinesische Unternehmen einschränkt. Betroffen ist auch der chinaweit größte Speicherchip-Produzent Yangtze Memory Technologies (YMTC). Peking wirft Washington vor, seine technologische Entwicklung aufhalten zu wollen, und wehrt sich gegen solche Einschränkungen vor der Welthandelsorganisation (WTO). Laut dem chinesischen Außenamtssprecher Wang Wenbin habe Washington Technologien politisiert und missbrauche sie als Waffe.

Gleichzeitig schützt auch China seinen Technologie-Markt. Seit Ende Mai dürfen die nationalen Betreiber von kritisch wichtigen IT-Infrastrukturen keine Erzeugnisse des US-Chipherstellers Micron Technology kaufen. Die chinesische Cyberraum-Behörde begründet dieses Verbot damit, dass man im Rahmen einer technischen Prüfung von Produkten dieses Unternehmens “ziemlich ernsthafte potenzielle Probleme mit der Netzwerksicherheit” aufgedeckt habe. Diese stellten demnach bedeutende Risiken für die nationale Cybersicherheit Chinas dar.

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