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Russlands Ministerpräsident Mischustin nennt Prioritäten bei Kooperation zwischen Moskau und Peking

Russlands Ministerpräsident Mischustin nennt Prioritäten bei Kooperation zwischen Moskau und Peking

Quelle: Sputnik © DMITRI ASTACHOWRusslands Ministerpräsident Michail Mischustin nimmt am 23. Mai 2023 am russisch-chinesischen Geschäftsforum in Sanghai teil.

Russlands Regierungschef Michail Mischustin ist zu einem zweitägigen Besuch in China angekommen. In Shanghai sprach er am Dienstag vor Teilnehmern eines russisch-chinesischen Geschäftsforums. Mischustin plädierte für eine Vertiefung der bilateralen Kooperation zwischen Moskau und Peking:

“Ich bin mir sicher, dass sich eine Vertiefung der russisch-chinesischen Interaktion und eine Steigerung der Kooperation auf die Stärkung der Wirtschaften unserer beiden Länder positiv auswirken wird.”

In diesem Zusammenhang nannte der Ministerpräsident vorrangige Punkte bei der Zusammenarbeit zwischen Moskau und Peking. Demnach sollen die beiden Länder das Potenzial der Nordostpassage als der kürzesten Route aus Asien nach Europa aktiver nutzen. Prioritär sei außerdem die Erweiterung der Flugverbindung zwischen Russland und China. Außerdem sollten die Checkpoints und Übergänge entlang der russisch-chinesischen Grenze modernisiert werden, um deren Durchlasskapazitäten zu steigern und somit die Logistik zu beschleunigen. Mischustin betonte, dass der Transportbereich “unter den neuen geopolitischen Umständen” eine immer größere Bedeutung bekomme.

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Mischustin verwies darauf, dass China seit über zehn Jahren der wichtigste Handelspartner Russlands sei. Inzwischen sei auch die Rolle Russlands in der chinesischen Wirtschaft bedeutender geworden. Als Handelspartner Pekings habe Moskau es in den ersten drei Monaten dieses Jahres von Platz zehn auf Platz sieben geschafft. Diese Entwicklung gehe mit einer immer geringeren Abhängigkeit der beiden Länder von ausländischen Währungen, in erster Linie vom US-Dollar, einher. Während im Jahr 2021 nur etwa ein Viertel der gegenseitigen Verrechnungen in den nationalen Währungen abgewickelt worden sei, seien es im vergangenen Jahr bereits fast drei Viertel gewesen.

“Ich bin mir sicher, dass wir in diesem Jahr die Aufgabe erfüllen werden, die uns die Staatschefs Wladimir Putin und Xi Jinping gesetzt haben – und zwar den bilateralen Warenumsatz auf 200 Milliarden US-Dollar zu steigern.”

Russland schätze die jahrhundertelange Geschichte seiner Beziehungen zu China sehr hoch und werde dieses Verhältnis weiterentwickeln, kündigte Mischustin an. Moskau sei breit, Geschäftsleute und Investoren zu unterstützen, damit sie ihr Potenzial entfalten könnten.

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In seiner Rede ging der Ministerpräsident auf die westlichen Sanktionen gegen sein Land ein. Im Jahr 2022 sei Russland einem beispiellosen Sanktionsdruck ausgesetzt worden. Ziel der Sanktionen sei es gewesen, die russische Wirtschaft zu zerstören, den Kurs der nationalen Währung Rubel abstürzen zu lassen, eine verheerende Inflation herbeizuführen und den Lebensstandard im Land zu beeinträchtigen, erklärte Mischustin. Die russische Wirtschaft habe dennoch all dem Stand gehalten und setze ihre Entwicklung sukzessive fort:      

“Nichts davon, wovon unsere Widersacher träumten, kam zustande.”

Russland sei für alle Staaten offen, die zu einer Partnerschaft mit Moskau bereit seien. Inzwischen habe Moskau seine Handelskontakte zu schnell wachsenden Wirtschaften weltweit ausgebaut und orientiere sich an schnell entwickelnden Märkten.

Zusammen mit dem Ministerpräsidenten war am Dienstag in Shanghai eine große russische Delegation, darunter hochrangige Regierungsvertreter und Leiter größter Konzerne, eingetroffen. Nach dem Geschäftsforum will Mischustin nach Peking fliegen, wo für Mittwoch Treffen mit Staatschef Xi Jinping und Regierungschef Li Qiang geplant sind.

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