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UNO: Bisher keine Düngemittelexporte im Rahmen des Getreideabkommens

UNO: Bisher keine Düngemittelexporte im Rahmen des Getreideabkommens

Quelle: Gettyimages.ru © TheBusmanArchivbild: Ammoniak-Behälter

Die Lieferung von Düngemitteln im Rahmen des Getreideabkommens hat noch nicht begonnen. Dies berichtet das Büro des UN-Koordinators für die Schwarzmeer-Getreide-Initiative. Die russische Seite hatte zuvor bereits mehrmals darauf hingewiesen, dass noch keine Lieferungen erfolgt seien. Das Büro wörtlich:

“Die Initiative sieht auch den Export von Düngemitteln, einschließlich Ammoniak, vor. Solche Exporte haben bisher nicht stattgefunden.”

Bis zum 8. Mai 2023 wurden nach Angaben der Organisation 29,7 Mio. Tonnen Getreide und andere Lebensmittel exportiert. Davon seien 595.100 Tonnen mit Schiffen im Rahmen des UN-Welternährungsprogramms ausgeführt worden, um humanitäre Maßnahmen in Afghanistan, Äthiopien, Kenia, Somalia und Jemen zu unterstützen. In den ukrainischen Häfen befinden sich derzeit 14 Schiffe, die mit 600.000 Tonnen Getreide und Lebensmittel beladen werden.

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Das Getreideabkommen, das Russland und die Ukraine im vergangenen Sommer getrennt voneinander mit der Türkei und den Vereinten Nationen ausgehandelt hatten, umfasst zwei Teile: Der eine betrifft die Ausfuhr ukrainischer Agrarprodukte, der andere die Aufhebung der Beschränkungen für die Ausfuhr ähnlicher russischer Produkte sowie Düngemittel. Die UNO verpflichtete sich ihrerseits, den Export dieser Produkte auf den Weltmarkt zu fördern. Das Abkommen sollte dabei ausdrücklich auch die Ausfuhr von Düngemitteln abdecken. Nach Angaben der UNO sieht die Initiative trotz der Verzögerung immer noch künftige Düngemittel-Exporte vor.

Im September schrieb Reuters, dass die Vereinten Nationen versuchten, die Wiederaufnahme der russischen Ammoniakexporte durch die Pipeline Toljatti-Odessa zu erreichen. Über diese Pipeline waren jährlich etwa 2,5 Mio. Tonnen Ammoniak gepumpt worden, seit dem 24. Februar 2022 ist sie jedoch stillgelegt. Die Frage der Ammoniakexporte war bei der Verlängerung des Getreideabkommens im Herbst 2022 nicht abschließend geklärt worden. Im Januar 2023 beschuldigte die russische Seite daher die UNO der Untätigkeit. Schon früh im letzten Jahr hatten Delegationen aus Russland, der Ukraine und der Türkei bei einem Treffen in Istanbul über russische Ammoniaklieferungen diskutiert.

Im Rahmen der jüngsten Verlängerung des Getreideabkommens Mitte März 2023 erklärte sich Russland nur für 60 Tage damit einverstanden, das heißt bis zum 18. Mai 2023. Die übrigen Teilnehmer an dem Abkommen und auch die westlichen Staaten fordern Moskau zu einer weiteren Verlängerung auf. Der Kreml hat dies jedoch infrage gestellt und darauf hingewiesen, dass vor allem die russischen Düngemittellieferanten immer noch mit Schwierigkeiten zu kämpfen hätten.

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