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Szijjártó: Allzu schneller Verzicht auf Erdgas ist wirtschaftlicher Selbstmord

Szijjártó: Allzu schneller Verzicht auf Erdgas ist wirtschaftlicher Selbstmord

Quelle: AFP © ATTILA KISBENEDEKUngarns Außenminister Péter Szijjártó. Aufnahme vom 12. März 2024

Der ungarische Außenminister, Péter Szijjártó, hat am Dienstag am 5. Budapester LNG-Gipfel teilgenommen. Das Thema Energieversorgung werde in Europa übermäßig politisiert, was die Energiesicherheit gefährden könne, stellte er in seiner Rede fest. Deshalb bestehe Budapest darauf, mit der Energieversorgung verbundene Fragen selbst zu behandeln.

Ungarn sei nicht bereit, Beziehungen mit zuverlässigen Lieferanten aufzugeben, die für seine Energiesicherheit gut seien, führte der Außenminister aus. Hierbei bekräftigte er, dass auch der Gasvertrag mit Russland nicht gekündigt werde. Zudem gab Szijjártó an, dass sein Land vor Kurzem damit begonnen habe, LNG aus der Türkei zu beziehen.

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Außerdem soll Ungarn Gas aus Aserbaidschan beziehen, aber auch beabsichtigen, ein Abkommen mit Rumänien abzuschließen, sobald es seine LNG-Exporte ausgeweitet habe. Die Diversifizierung im Energiesektor bedeute für Budapest, dass man zusätzlich zu den bestehenden Energiequellen nach weiteren Quellen suchen müsse, erklärte Szijjártó.

Ferner kündigte er an, dass Ungarn Erdgas auch in Zukunft in seinem Energiemix beibehalten werde. Hierzu zitiert die Nachrichtenagentur RIA Nowosti den Diplomaten wie folgt:

“Wir gehen davon aus, dass Erdgas noch viele Jahre lang Teil unseres Energiemixes bleiben wird. Und wir lehnen einen aggressiven, künstlich erzwungenen Ausschluss von Erdgas aus dem Energiemix weiterhin ab. Wir betrachten das als einen wirtschaftlichen Selbstmord und wollen die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Wirtschaft nicht weiter gefährden.”

Darüber hinaus kritisierte der ungarische Außenminister die Politik der Europäischen Kommission, die den Ausbau der Energieinfrastruktur in Südosteuropa nicht subventioniere, mit dem Verweis, dass Erdgas in 15 Jahren nicht mehr im Energiemix enthalten sein werde. “Aber selbst wenn das der Fall ein sollte, bleiben uns noch 15 Jahre, wie können wir in diesen Jahren die Versorgung sicherstellen?”, fragte er. In dem Zusammenhang betonte Szijjártó, dass die Regierung in Budapest sich bei Themen mit Bezug auf die Energieversorgung nicht von den politischen sowie ideologischen Ansätzen leiten lassen werde.  

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