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Stellvertretender Premierminister: “Ich denke, am Ende wird Fico überleben”

Stellvertretender Premierminister: "Ich denke, am Ende wird Fico überleben"

Quelle: AFP Das Bild zeigt ein Gebäude des F. D. Roosevelt-Universitätskrankenhauses in Banská Bystrica, in dem Premierminister Robert Fico operiert wurde, nachdem er am 15. Mai 2024 von einem 71-jährigen Bewaffneten in der nahe gelegenen Handlová durch mehrere Schüsse verletzt wurde.

Der slowakische Premierminister Robert Fico ist offenbar nicht mehr in einem lebensbedrohlichen Zustand. Laut Medienberichten soll Fico wieder das Bewusstsein erlangt haben. Offizielle Angaben dazu gab es nicht.

Sein Stellvertreter und Umweltminister Tomáš Taraba sagte gegenüber der BBC:

“Soweit ich weiß, ist die Operation zum Glück gut verlaufen – und ich denke, dass er am Ende überleben wird. Er befindet sich im Moment nicht in einer lebensbedrohlichen Situation.”

Auch mehrere slowakische Medien berichteten, dass die mehrstündige Operation abgeschlossen und der Zustand Ficos stabil sein soll.

Nach Attentat auf slowakischen Premierminister Robert Fico: Was bisher bekannt ist

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Wenige Stunden zuvor hatte es bei einem Pressetermin im Krankenhaus in der Stadt Banská Bystrica noch geheißen, dass der Zustand Ficos “sehr ernst” sein soll, wie Verteidigungsminister Robert Kalinák sagte.

Er erklärte, dass der Ministerpräsident “nach mehreren Schussverletzungen ein schweres Polytrauma erlitten” habe. Der Premier wurde offenbar mehrere Stunden operiert.

Innenminister Šutaj Eštok sagte unterdessen, dass insgesamt fünfmal auf den Premierminister geschossen wurde. Er sprach von einem politisch motivierten Attentat.

Fico wurde nach einer Kabinettssitzung in der Stadt Handlová angeschossen. Der Premier wurde bei dem Angriff in Handlová nach früheren Angaben in den Bauch getroffen. Insgesamt dürfte er von drei Kugeln getroffen worden sein.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters soll ein Mann verhaftet worden sein. Der slowakische Sender TV JOJ berichtete, dass ein 71-Jähriger auf den Politiker geschossen haben soll. Auf die Frage, ob es sich bei dem mutmaßlichen Schützen um einen Schriftsteller aus dem Zentrum der Slowakei handle, sagte Innenminister Šutaj Eštok am Mittwochabend:

“Ich denke, ich kann das bestätigen, ja.”

Die Angaben wurden bisher offiziell nicht bestätigt. Slowakische Medien berichteten, der Schütze sei ein ehemaliger Wachmann in einem Einkaufszentrum, Autor von drei Gedichtbänden und Mitglied des slowakischen Schriftstellerverbandes.

Der Nachrichtendienst Aktuality.sk zitierte seinen Sohn mit den Worten, sein Vater sei legal im Besitz eines Waffenscheins. Auf die Frage, ob sein Vater Hass auf Regierungschef Fico verspüre, antwortete er:

“Er hat ihn nicht gewählt, mehr kann ich dazu nicht sagen.”

Trotz eines Informationsembargos gelangte der Sender TA3 an eine Videoaufnahme aus einer Klinik, in der mutmaßliche Attentäter, der bei seiner Festnahme verletzt wurde, behandelt wird.

Darin sagte der benommen wirkende Mann zu seiner Motivation:

“Ich stimme der Regierungspolitik nicht zu.”

Als konkretes Beispiel nannte er mit undeutlicher Stimme die von der Regierung geplante Auflösung des öffentlich-rechtlichen Radios und Fernsehens RTVS, gegen die Tausende Menschen seit Wochen demonstrieren.

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