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Umfrage: Jeder dritte Deutsche bezeichnet das Land als Scheindemokratie

Umfrage: Jeder dritte Deutsche bezeichnet das Land als Scheindemokratie

Quelle: Gettyimages.ru © Alexandr Dubovitskiy(Symbolbild)

Fast ein Drittel der Deutschen glaubt einer Umfrage zufolge, in einer Scheindemokratie zu leben. Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweite repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Südwestrundfunkes (SWR) zum Demokratieverständnis der Bürger, die am Montag veröffentlicht wurde. Darin stimmten 31 Prozent der Befragten dem Satz zu:

“Wir leben in einer Scheindemokratie, in der die Bürger nichts zu sagen haben.”

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Meinung

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Im Osten war sogar fast die Hälfte der Bürger (45 Prozent) der Meinung, in einer Scheindemokratie zu leben. 28 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass unser demokratisches System gleich “grundlegend geändert” gehöre.

Beide Ergebnisse werteten die Forscher dem SWR zufolge als Anzeichen dafür, dass fast ein Drittel der Deutschen das demokratische System infrage stellt, wenn nicht gar abschaffen würde.

Vor diesem Hintergrund forderte der Deutsche Journalisten-Verband von den Politikern, ihre Handlungen den Menschen besser zu erklären und die politische Entscheidungsfindung transparenter zu machen. Aus der Sicht des DJV-Vorsitzenden Frank Überall ist es nicht damit getan, Berichterstatter bei Demonstrationen besser zu schützen:

“Es gilt, das Vertrauen in die Demokratie wiederherzustellen, wo es verloren gegangen ist. So wie viele Redaktionen Einblick in ihre journalistische Arbeit geben, muss die Politik transparenter werden.”

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Es sei kein Wunder, dass viele Menschen zum Beispiel mit den sich permanent ändernden Corona-Beschlüssen überfordert seien. Erklärungsversuche nur in Talkshows zu liefern, reiche nicht aus, so Überall weiter.

Das Allensbach-Institut hatte die Umfrage im Auftrag des SWR für die Dokumentation “Story im Ersten: Mord an der Tankstelle – Vom Protest zur Gewalt?” erstellt. Die Dokumentation soll an diesem Montagabend um 22.50 Uhr in der ARD ausgestrahlt werden. Von der Zeit vom 3. bis zum 16. Februar 2022 waren 1.033 Personen ab 16 Jahren mündlich-persönlich befragt worden.

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