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“Historischer Moment”: Neue Pressesprecherin von US-Präsident Biden ist schwarz und lesbisch

"Historischer Moment": Neue Pressesprecherin von US-Präsident Biden ist schwarz und lesbisch

Quelle: AFP © Saul LoebKarine Jean-Pierre (l.) ist die neue Sprecherin von US-Präsident Joe Biden. Hier steht sie am 5. Mai 2022 neben Jen Psaki, die diesen Posten Mitte Mai offiziell räumen wird.

Karine Jean-Pierre startet Mitte Mai als Sprecherin von US-Präsident Joe Biden. Dies kündigte das Weiße Haus am Donnerstag (Ortszeit) an. Mit Jean-Pierre übernimmt erstmals eine schwarze Frau den Posten. Die 44-Jährige wird außerdem die erste offen lesbische Sprecherin im Weißen Haus. Die bisherige Sprecherin Jen Psaki, die den Posten offiziell Mitte des Monats räumen wird, sagte diesbezüglich: 

“Das ist fantastisch, weil Repräsentation wichtig ist.”

Psaki holte Jean-Pierre am Donnerstag bei der täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus auf die Bühne und stellte sie offiziell als ihre Nachfolgerin vor: 

“Sie bringt jahrzehntelange Erfahrung in diese Aufgabe ein. Jean-Pierre wird vielen eine Stimme geben und zeigen, was möglich ist, wenn man hart arbeitet und große Träume hat.”

Jean-Pierre, die aktuell Psakis Stellvertreterin ist, sagte zu ihrer Ernennung:

“Dies ist ein historischer Moment, und das ist mir nicht entgangen.”

Psaki hat ihren Posten im Weißen Haus seit Januar 2021 inne. Dass sie diesen aufgibt, ist schon länger bekannt. Zuletzt kamen Spekulationen und Medienberichte auf, wonach die 43-Jährige zum Fernsehsender MSNBC wechseln soll. Psaki bestätigte die Berichte in der Vergangenheit nicht, bestritt sie jedoch auch nicht. “Ich habe nichts über meine Pläne zu verkünden, außer, wie ich bereits sagte, zu schlafen und Bücher zu lesen”, betonte sie am Donnerstag erneut.

Feiertag im Weißen Haus: "Osterhase" rettet Biden vor der Presse (Videos)

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Die neue Pressesprecherin des Weißen Hauses hat in ihrer Vita unter anderem ein Studium an der Elite-Universität Columbia – an der School of International and Public Affairs – vorzuweisen. Jean-Pierre arbeitete bereits für die Regierung des früheren US-Präsidenten Barack Obama und ist eine langjährige Beraterin von Joe Biden. Sie arbeitete auch an Bidens Präsidentschaftskampagne 2020. Zuvor trat sie zudem als politische Analystin in US-Medien auf und war unter anderem Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der Lobbygruppe MoveOn.org, die laut eigener Internetseite für eine Welt kämpft, “die von Gleichheit, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Liebe geprägt ist”. Die Organisation setzt sich demnach “für soziale Gerechtigkeit und politischen Fortschritt” ein.

Jean-Pierre wurde im französischen Überseegebiet Martinique geboren und wuchs in New York auf. Ihre Eltern kamen ursprünglich aus Haiti.

Die 44-Jährige ist laut Medienberichten seit Langem mit der in den USA bekannten CNN-Journalistin Suzanne Malveaux liiert, mit der sie eine siebenjährige Adoptivtochter hat. Malveaux war in der Vergangenheit auch zeitweise als CNN-Korrespondentin aus dem Weißen Haus tätig. 

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